Über Zaccaria Giacometti

Leben und Wirken

Zaccaria Giacometti 1953

Zaccaria Giacometti (1893-1970) war einer der grossen Staatsrechtslehrer, die im 20. Jahrhundert an der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich wirkten. Er galt als kompromissloser Verteidiger der bürgerlichen Freiheitsrechte und unerbitterlicher Zensor gegenüber jeder Missachtung des verfassungsmässigen Verfahrens. Prof. Hans Huber bezeichnet ihn als "mutig-unbeirrbarer und vornehmer Verteidiger der Rechtsstaatlichkeit der Schweizerischen Eidgenossenschaft". In seiner Biografie und in seinen Schriften spiegelt sich die Geschichte des Verfassungs- und Verwaltungsrechts der Schweiz.

Giacometti wuchs im Bergell auf und besuchte das Gymnasium in Schiers. Zur weitläufigen Familie gehörten die weltbekannten Künstler Giovanni Giacometti (1868-1933) und seine Söhne Alberto (1901-1966), Diego (1902–1985) und der Architekt Bruno (1907-2012). Augusto Giacometti (1877-1947) war sein Cousin und wuchs im selben Haus auf wie Zaccaria. 

Zaccaria Giacometti studierte Rechtswissenschaften an den Universitäten Basel und  Zürich. In seiner 1919 vorgelegten Dissertation behandelte er die Trennung von Kirche und Staat. Nach der Habilitation in Zürich wird er 1927 ausserordentlicher Professor und 1936 Ordinarius an der Universität Zürich. Von 1954-1955 amtete Giacometti als Rektor.

Im interessanten Aufsatz Zaccaria Giacometti - Staatsrechtslehre als Kunst (PDF, 642 KB) von Prof. Dr. Andreas Kley, erschienen 2011 in der Schweizerischen Juristen-Zeitung, erfährt man mehr über das Wirken und das Engagement Giacomettis für Freiheit und Demokratie als Grundfesten des liberalen Rechtsstaats.