Handlungsformen der Gesetzessprache

Zusammenfassung

Gesetzestexte enthalten eine auf den ersten Blick überraschende Vielfalt sprachlicher Handlungsformen: z.B. Verbote, Erlaubnisse, Ermächtigungen und Strafandrohungen, aber auch Präambeln, Zweck-, Gegenstands- und Inkrafttretensbestimmungen. Die konkrete sprachliche Realisierung dieser Sprachhandlungen beeinflusst, wie verständlich ein Gesetzestext ist und wie bereitwillig er von den Bürgerinnen und Bürgern akzeptiert wird.

Unser Projekt hat zum Ziel, eine linguistische Beschreibung gesetzessprachlicher Handlungsformen zu entwickeln, die einerseits aufzeigt, wie Gesetzestexte als komplexe, institutionalisierte Sprachhandlungen funktionieren, und es andererseits erlaubt, verschiedene Varianten der sprachlichen Realisierung mit Blick auf die Verständlichkeit und auf die Haltung, die der Staat darin gegenüber seinen Bürgerinnen und Bürgern zum Ausdruck bringt, zu reflektieren.

Projektdauer

Januar 2019 – Dezember 2022