Geschichte europäischer Rechtswissenschaft

Grundfiguren des heutigen Privatrechts sind im "Gelehrten Recht" entwickelt worden, als man in den jungen europäischen Universitäten (z.B. Bologna) begann, sich die Texte der römischen Juristen zu erschliessen. Rechtsbegriffe, Systematik und Methode, die man im Umgang mit den antiken Texten entwickelte, wurden von der Rechtspraxis aufgenommen ("Rezeption"), und dies in weiten Teilen Europas ("ius commune"). Dieses über Jahrhunderte weiterentwickelte Recht wurde seit Ende des 18. Jahrhundert als Material für die Schaffung nationaler Zivilrechtskodifikationen benutzt, zu denen auch das Schweizerische OR (1881/83) und das ZGB (1907/12) gehören.

Datum Dozent Thema Materialien
23.02.17 Babusiaux Einführung: Themenstellung, Epochen

Quellenblatt 1 (PDF, 294 KB)

Folien Einführung I (PDF, 1426 KB)

 

02.03.17 Babusiaux Einführung: Methoden, Quellen

Folien Einführung II (PDF, 384 KB)

Schott (PDF, 27184 KB)

09.03.17 Babusiaux Vertragsbegriff und Vertragstypenlehre I

Quellenblatt 2 (PDF, 693 KB)

Nanz (PDF, 65446 KB)

16.03.17 Babusiaux Vertragsbegriff und Vertragstypenlehre II

Quellenblatt 3 (PDF, 285 KB)

Ehmann (PDF, 218 KB)

30.03.17 Babusiaux Kaufvertrag: Periculum est emptoris

Quellenblatt 4 (PDF, 92 KB)

Bauer (PDF, 17283 KB)

06.04.17 Babusiaux Übervorteilung – Laesio enormis

Quellenblatt 5 (PDF, 76 KB)

Kalb (PDF, 44300 KB)

27.04.17 Alonso Kauf und Übereignung: Das Traditionsprinzip Folien 1 (PDF, 564 KB)
04.05.17 Alonso Kauf und Übereignung: Kausalität und Abstraktion Folien 2 (PDF, 581 KB)
11.05.17 Alonso Alteri stipulari nemo potest: Die Römischen Quellen Folien 3 (PDF, 616 KB)
18.05.17 Alonso Vertrag zugunsten Dritter und Stellvertretung von den Glossatoren bis zu den Kodifikationen Folien 4 (PDF, 615 KB)

In der Vorlesung werden – nach einer Einführung in die Quellen und die Methode der Dogmengeschichte – ausgesuchte Probleme des Privatrechts anhand der wichtigsten Quellenzeugnisse der Antike, des Mittelalters und der Neuzeit betrachtet. Die genauen Themen, Quellenblätter und weiterführende Literatur werden nach den jeweiligen Vorlesungen in der obenstehenden Tabelle publiziert. Lateinkenntnisse sind nicht erforderlich; alle Quellen werden in einer neusprachlichen Übersetzung angeboten. Vorausgesetzt wird die Bereitschaft der TeilnehmerInnen, die parallel zur Veranstaltung aufgeschaltete Sekundärliteratur zu lesen und dadurch die in der Vorlesung behandelten Fragen sowie die Methode der Quellenbearbeitung zu vertiefen.

Die Prüfung wird schriftlich stattfinden. Sie knüpft methodisch und inhaltlich an die Veranstaltung an.

Aufgrund der hohen Interaktivität dieser Veranstaltung wird kein Podcast angeboten.

Verständnis- und Vertiefungsfragen sind in bzw. nach der Vorlesung zu stellen.