Tod im Gefängnis

Das Kompetenzzentrum MERH in Zusammenarbeit mit der VW-Stiftung, Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften, „Tod und toter Körper“ sowie die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste in Salzburg lädt am 13. September 2011 in Zürich zu einem Symposium zum Thema „Tod im Gefängnis“ ein. Die rechtlich-medizinischen Vorgaben bezüglich des Todes im Gefängnis sind erst wenig untersucht worden. Dabei wirft der Hungerstreik im Gefängnis wichtige Rechtsfragen auf, die es zu klären gilt.

Das Symposium thematisiert insbesondere den Hungerstreik im Gefängnis, den Suizid, den "normalen" Tod im Gefängnis, aber auch die Todesstrafe.

Der Fall "Rappaz" und die steigende Zahl von Suiziden zeigen dabei, dass aktuell Klärungsbedarf hinsichtlich der Abgrenzung der Autonomie des Häftlings einerseits und der Rettungspflicht der Gefängnisleitung andererseits besteht, wenn sich der Patient im Hungerstreik befindet und sich sein Gesundheitszustand in lebensbedrohlicher Weise verschlechtert.

Aufgabe des Symposiums wird dabei auch sein, zu beleuchten, wie mit dem Leichnam des Gefangenen umgegangen wird. Die Thematik wird dabei nicht nur in rechtlicher Hinsicht analysiert, sondern auch interdisziplinär besprochen.

Die Abstracts zu den Beiträgen am Symposium Tod im Gefängnis können hier eingesehen werden.


Das Symposium hat das Siegel "SIWF/FMH-approved" erteilt bekommen. Die erfolgreiche Absolvierung kann mit 8 Credis angerechnet werden.