Dissertation von Benedict Burg

Thema: Zivilrechtlicher Kundenschutz bei externer Vermögensverwaltung

Die FINMA hält in ihrem Vertriebsbericht von Oktober 2010 fest, dass das geltende Recht keinen angemessenen Kundenschutz gewährleistet. Im jüngst erschienen FINMA-Positionspapier Vertriebsregeln vom Februar 2012 werden nun konkrete Massnahmen zur Verbesserung des Kundenschutzes vorgeschlagen. Unter anderem sollen alle Vermögensverwalter einer laufenden Aufsicht unterstellt und die Einhaltung von Verhaltens- und Organisationsregeln durch die FINMA laufend überprüft werden.

Ziel der Dissertation ist zu untersuchen, welche Schutzlücken des Kunden bei der externen Vermögensverwaltung nach geltendem Recht bestehen. Aufbauend auf einer Analyse der Risiken des Kunden bei der externen Vermögensverwaltung wird anhand der geltenden zivilrechtlichen, selbstregulatorischen Regelungen untersucht, wie das Recht die Verteilung dieser Risiken zwischen Kunde und externem Vermögensverwalter vornimmt, bzw. wer den aus der Verwirklichung des Risikos entstandenen Schaden zu tragen hat. Erst eine als ungerecht und/oder ineffizient beurteilte, respektive nicht durchsetzbare Risikoverteilung bzw. Schadenstragung vermag - in Kenntnis der Ursache - eine angemessene rechtliche Neuregelung oder Anpassung zu begründen.