Dissertation von Benjamin Büchler

Thema: "Das Kapitalband"

Beim Kapitalband handelt es sich um ein neues Instrument im Bereich des Kapitals einer Aktiengesellschaft, welches mit der laufenden Revision ins Obligationenrecht eingeführt werden soll. Es ersetzt dabei die genehmigte Kapitalerhöhung, welche auch als Grundlage diente. Gleichzeitig führt es quasi eine genehmigte Kapitalherabsetzung ein.

Durch das Kapitalband kann die Generalversammlung dem Verwaltungsrat erweiterte Flexibilität bei der Ausgestaltung der Kapitalstruktur der Gesellschaft zukommen lassen. Dazu legt sie eine Ober- (Maximalkapital) und eine Untergrenze (Basiskapital) fest, innerhalb derer der Verwaltungsrat das Kapital beliebig erhöhen und herabsetzen kann. Um die Kompetenzen des Verwaltungsrates nicht zu stark auszuweiten, muss diese Ermächtigung befristet sein.

Ziel der Dissertation ist in erster Linie die Anwendung des neuen Instituts umfassend darzustellen. Neben der Einführung eines Kapitalbandes durch die Generalversammlung werden auch die Kapitalveränderungen des Verwaltungsrates genauer untersucht. Daneben soll die Arbeit einen Überblick über die Entwicklung des Instruments und die Unterschiede der neuen Möglichkeit zur genehmigten Kapitalerhöhung verschaffen. Ausserdem wird versucht Unklarheiten im Zusammenhang mit anderen Rechtsbereichen und Instrumenten zu beseitigen.