Dissertation Daniela König

Thema: "Die Regelung von Insiderhandel in der Schweiz (mit rechtsvergleichenden Hinweisen auf die Europäische Union und die Vereinigten Staaten)"

Seit Inkrafttreten des Straftatbestandes Art. 161 StGB wurden nur wenige Fälle von Insiderhandel durch die Gerichte beurteilt, und die meisten Verfahren endeten mit einem Freispruch. In der geplanten Dissertation wird die schweizerische Regelung des Insiderhandels mit der Richtlinie der Europäischen Union zum Marktmissbrauch und der Rechtslage in den Vereinigten Staaten verglichen. Ziel der Arbeit ist es, sowohl Gemeinsamkeiten als auch Differenzen zwischen der schweizerischen Regelung und den entsprechenden ausländischen Normen hervorzuheben. Die laufenden Revisionsbestrebungen in der Schweiz sollen in die Arbeit einbezogen werden.Seit Inkrafttreten des Straftatbestandes Art. 161 StGB wurden nur wenige Fälle von Insiderhandel durch die Gerichte beurteilt, und die meisten Verfahren endeten mit einem Freispruch. In der geplanten Dissertation wird die schweizerische Regelung des Insiderhandels mit der Richtlinie der Europäischen Union zum Marktmissbrauch und der Rechtslage in den Vereinigten Staaten verglichen. Ziel der Arbeit ist es, sowohl Gemeinsamkeiten als auch Differenzen zwischen der schweizerischen Regelung und den entsprechenden ausländischen Normen hervorzuheben. Die laufenden Revisionsbestrebungen in der Schweiz sollen in die Arbeit einbezogen werden.

Einführend wird die Frage erörtert, ob und gegebenenfalls weshalb der Insiderhandel einer gesetzlichen Regelung bedarf. Zu diesem Problemkreis wird unter anderem die amerikanische Literatur der Law-and-Economics-Lehre herangezogen. Im zweiten Teil konzentriert sich die Arbeit auf die Darstellung der neuen EU-Richtlinie zum Marktmissbrauch sowie auf die Regelung von Insiderhandel in den Vereinigten Staaten. Da die ersten Fälle in den Vereinigten Staaten bereits in den sechziger Jahren gerichtlich beurteilt wurden, besteht eine ausführliche Judikatur und Literatur in diesem Bereich. Im dritten Teil richtet sich der Fokus auf die Ausgestaltung und Auslegung der schweizerischen Strafnorm. Aus kapitalmarktrechtlicher Optik soll analysiert werden, welche Wechselwirkungen zwischen der Insiderstrafnorm und dem Börsenrecht bestehen. Besonderes Gewicht wird auf die Durchsetzung und Prävention gelegt. Anhand einer rechtsvergleichenden Betrachtung ist zu untersuchen, wie die Durchsetzung verbessert werden kann und welche präventiven Massnahmen zur Eindämmung von Insiderhandel zur Verfügung stehen.