Dissertation Larissa Marolda Martinez

Thema: "Transparenz versus Geheimhaltung in der Aktiengesellschaft"

Untersuchungsgegenstand der Dissertation bildet die Kontroverse zwischen Transparenz und Geheimhaltung in der Aktiengesellschaft, wobei im Grundlagenteil besonders das Rechtsverhältnis zwischen Aktiengesellschaft und Aktionäre erörtert werden soll. Ziel der Untersuchung ist die Interessenabwägung zwischen diesen beiden Korrelaten. Transparenz ist im schweizerischen Aktienrecht ein verbreitetes Gebot. Insbesondere seit der letzten Aktienrechtsrevision 1991 wird die Erhöhung der Transparenz als wesentliche Erneuerung und massgebliche Errungenschaft betrachtet. Dagegen steht das Interesse der Aktiengesellschaft auf Geheimhaltung. Ausgelöst durch die in letzter Zeit eingetretenen Skandale in der Wirtschaftswelt und angesichts des geschädigten Anlegervertrauens stellt sich die Frage, ob die zur Zeit bestehenden rechtlichen Bestimmungen den heutigen Anforderungen genügen. Diese Dissertation möchte einen Beitrag zum umfassenden Verständnis des Begriffes der Transparenz im Aktienrecht leisten. Ebenfalls grundlegend werden ökonomische Überlegungen zur Markteffizienz und zur Rolle der Information sein. Unter dem Begriff der Aktiengesellschaft wird sowohl die nicht kotierte als auch die kotierte Aktiengesellschaft verstanden. Hauptanliegen der Dissertation bilden die Bestimmungen, welche Transparenz vorsehen. Dabei sind die Informationsrechte der Aktionäre, die Rechnungslegung als Publizitätsmittel, die geforderten Informationen bei der Prospektemission, die ad hoc-Publizität und die Berichterstattung nach Kotierungsreglement einer näheren Untersuchung zu unterziehen.