Dissertation Mariel Hoch Classen

Thema: "Vertikale Abreden im schweizerischen Kartellgesetz"

Die vertikalen Abreden sind vor allem in Art. 5 des revidierten Kartellgesetzes von 1995 geregelt. Durch die Tendenz hin zu immer stärker arbeitsteiligen Marktstrukturen und zunehmender Auslagerung von vormals betriebseigenen Arbeitsvorgängen gewinnt das Gebiet der Abreden zwischen verschiedenen Marktstufen immer mehr an Bedeutung. Die vertikalen Abreden sind vor allem in Art. 5 des revidierten Kartellgesetzes von 1995 geregelt. Durch die Tendenz hin zu immer stärker arbeitsteiligen Marktstrukturen und zunehmender Auslagerung von vormals betriebseigenen Arbeitsvorgängen gewinnt das Gebiet der Abreden zwischen verschiedenen Marktstufen immer mehr an Bedeutung.

Die vertikalen Wettbewerbsbeschränkungen haben bei der Revision starke Veränderungen erfahren, wobei sie den horizontalen Abreden mit Ausnahme der Vermutungstatbestände in Art. 5 Abs. 3 KG, die nur für Horizontalabreden gelten, gleichgestellt wurden. Die Gesetzesbestimmung ist offen gefasst und bedarf der Auslegung. Dabei können wettbewerbstheoretische Überlegungen nicht ausser Acht gelassen werden. Die Wettbewerbskommission hat seit Erlass des KG 95 noch kaum Entscheide im Bereich vertikaler Wettbewerbsbeschränkungen gefällt, weshalb im heutigen Zeitpunkt ein entsprechendes Mass an Rechtsunsicherheit besteht.