Dissertation Maria Walter

Thema: "Wissensvertretung"

Unter Wissensvertretung versteht man die Zurechnung von Wissen, über welches eine Person verfügt, auf eine andere Person mit der Folge, dass diese Person so behandelt wird, als hätte sie das entsprechende Wissen tatsächlich selber besessen. Gewöhnlich wird unter dem Titel "Wissensvertretung" die Frage abgehandelt, ob dem Vertretenen das Wissen seines Stellvertreters zuzurechnen sei. Das Problem der Wissensvertretung ist jedoch nicht auf die Stellvertretung beschränkt, sondern kann überall auftauchen, wo bestimmte Aufgaben arbeitsteilig erledigt werden. Unter Wissensvertretung versteht man die Zurechnung von Wissen, über welches eine Person verfügt, auf eine andere Person mit der Folge, dass diese Person so behandelt wird, als hätte sie das entsprechende Wissen tatsächlich selber besessen. Gewöhnlich wird unter dem Titel "Wissensvertretung" die Frage abgehandelt, ob dem Vertretenen das Wissen seines Stellvertreters zuzurechnen sei. Das Problem der Wissensvertretung ist jedoch nicht auf die Stellvertretung beschränkt, sondern kann überall auftauchen, wo bestimmte Aufgaben arbeitsteilig erledigt werden.

Die Frage, unter welchen Voraussetzungen eine Wissenszurechnung zu erfolgen habe, ist gesetzlich nicht geregelt. Vergegenwärtigt man sich, wieviele Gesetzesbestimmungen eine bestimmte Rechtsfolge vom Wissensstand einer Person abhängig machen (vgl. nur etwa die Gutglaubenstatbestände oder Bestimmungen wie Art. 60 Abs. 1 OR, die eine Frist mit der Erlangung bestimmter Kenntnisse zu laufen beginnen lassen), erkennt man jedoch ihre Bedeutung. Die Dissertation untersucht, unter welchen Bedingungen eine Wissenszurechnung sinnvoll ist, und setzt sich zum Ziel, aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse ein Zurechnungsmodell zu erarbeiten.