Dissertation Peter Ch. Hsu

Thema: "Ad-hoc-Publizität; Bekanntgabe von kursrelevanten Tatsachen – ein Mindeststandard kapitalmarktgerechter Unternehmenspublizität"

Die Ad-hoc-Publizität ist eine kapitalmarktrechtliche Publizitätspflicht. Sie verpflichtet die Emittenten von Effekten, nicht öffentlich bekannte Tatsachen aus ihrem Tätigkeitsbereich, die erhebliche Auswirkungen auf ihren Börsenkurs haben können, dem Kapitalmarkt umgehend zur Kenntnis zu bringen.Die Ad-hoc-Publizität ist eine kapitalmarktrechtliche Publizitätspflicht. Sie verpflichtet die Emittenten von Effekten, nicht öffentlich bekannte Tatsachen aus ihrem Tätigkeitsbereich, die erhebliche Auswirkungen auf ihren Börsenkurs haben können, dem Kapitalmarkt umgehend zur Kenntnis zu bringen.

Die Arbeit zeigt zunächst auf, welche Funktionen die Ad-hoc-Publizität erfüllt. Dabei hat der Autor untersucht, ob sich eine Regelung der Ad-hoc-Publizität ökonomisch rechtfertigen lässt.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Regelung der Ad-hoc-Publizität in Art. 72 des Kotierungsreglementes der SWX Schweizer Börse (KR). Eingehend wird auf die Auslegung dieser Bestimmung eingegangen. Bei den einzelnen Problemkreisen wird aber auch auf Regelungen in anderen Kapitalmarktordnungen Bezug genommen, wobei die Ad-hoc-Publizität in den USA zusätzlich in einem gesonderten Teil in Grundzügen behandelt wird.

Die Ad-hoc-Publizität ist für die Emittenten mit erheblichen Konsequenzen verbunden. Der Autor kommt zum Schluss, dass ein Verstoss gegen die Ad-hoc-Publizität nach Art. 72 KR nicht nur Sanktionen der Börse zur Folge haben, sondern auch zivilrechtliche Haftungsansprüche der geschädigten Anleger aus unerlaubter Handlung begründen kann.

Lösungsvorschläge zu konkreten Problemen bei der Handhabung der Ad-hoc-Publizität sollen aufzeigen, wie der Emittent eine kapitalmarktgerechte Publizität gewährleisten kann.

Die Dissertation ist im Januar 2000 in der Reihe Schweizer Schriften zum Handels- und Wirtschaftsrecht [SSHW] als Band 194 erschienen.