Dissertation Silvia Hunziker

Thema: "Das Prinzipal-Agent-Problem im schweizerischen Vertragsrecht"

Untersuchungsgegenstand der Dissertation bilden die Instrumente des schweizerischen Vertragsrechts, welche die von der ökonomischen Principal-Agent- oder Agency-Theorie eingehend analysierten Probleme einer Prinzipal-Agent-Beziehung (sog. Prinzipal-Agent-Probleme) regeln.Untersuchungsgegenstand der Dissertation bilden die Instrumente des schweizerischen Vertragsrechts, welche die von der ökonomischen Principal-Agent- oder Agency-Theorie eingehend analysierten Probleme einer Prinzipal-Agent-Beziehung (sog. Prinzipal-Agent-Probleme) regeln.

Ausgangspunkt der Untersuchung ist die ökonomische Principal-Agent- bzw. Agency-Theorie. Im ersten Teil geht es deshalb darum, die Grundzüge dieser Theorie darzustellen, wobei diejenigen Aspekte herausgeschält werden sollen, welche für die juristische Auseinandersetzung mit dem Thema eine Rolle spielen. Es handelt sich dabei insbesondere um die Informationsasymmetrien und die Gefahr ihrer Ausnützung aufgrund des Strebens nach individueller Nutzenmaximierung.

Der zweite Teil widmet sich der Untersuchung des Einflusses der Rechtsordnung auf Prinzipal-Agent-Beziehungen und -Probleme, der in den ökonomischen Modellen ausgeklammert wird. Als erster Ansatzpunkt kommt die Reduktion der Informationsasymmetrien durch Information in Betracht. Aus rechtlicher Sicht sind in diesem Zusammenhang vor allem Informationspflichten bzw. -ansprüche relevant. Da Information nicht alle Wissensvorsprünge beseitigen kann (und soll), sind zweitens Vorkehrungen erforderlich, die das opportunistische Ausnützen dieser Wissensvorsprünge verhindern oder zumindest einzudämmen versuchen. In diesem Rahmen sind die verhaltenssteuernden Instrumente der Rechtsordnung zu analysieren und auf ihre Effizienz hin zu untersuchen.