Seminar Daten(schutz) und (Straf-)Recht Herbstsemester 2020 Virtuell

Der Ablauf musste der Covid-19 Pandemie angepasst werden. Sie Seminarteilnehmenden wurden separat informiert. Die folgenden Angaben sind nicht mehr vollständig zutreffend.

 

Bereits der Titel des Seminars deutet an, dass das kommende Seminar einen breiten Blick auf die Frage von Daten und Recht werfen will. 

Die Themen werden zwar massgeblich unter dem Gesichtspunkt des Straf- und Strafverfahrensrechts zu behandeln sein, sollen aber jeweils auch immer einen Bezug zu allgemeinen bzw. kategorischen Fragen eröffnen und einbeziehen. Daher wird auch neben dem Kernstrafrecht ein Anteil von Themen einbezogen, die sich mit dem Datenschutz im engeren Sinne, Nebenstrafrecht und Medizin- bzw. Humanforschungsrecht befassen.

Ebenso wird neben klassischer Begiffs- und Normanalyse die Auseinandersetzung mit neuen Phänomen des digitalisierten Zusammenlebens Gegenstand des Seminars sein. 

Daraus ergibt sich folgende Themenliste für das Seminar (gelb hervorgehoben sind Themen, die auch aus deutscher Perspektive durch einen Studierenden eine Studierende aus Konstanz behandelt werden):

Strafverfahren

  1. Videoüberwachung: «Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten» – oder doch? Videoüberwachung im Spannungsfeld zwischen Sicherheitsbedürfnissen und Privatsphäre (etwa am Beispiel der Dash-Cam)
  2. Rechtliche Voraussetzungen für zulässige Videoüberwachungen durch (Straf-)Behörden
  3. Siegelung und Beschlagnahme – wie schütze ich meine Daten im Strafverfahren – (inkl. Drittdatenaussonderung).
  4. Schweigepflichtentbindung & Zeugnispflicht (D/CH)

Geheimnis:

  1. Das Geheimnisse im schweizerischen Recht (insb. Kernstrafrecht, Wirtschaft, Militär und Datenschutzgesetz (von Art. 35 zu Art. 56 DSG))

Revision Datenschutzgesetz

  1. Die Strafbestimmungen des DSG und die Strafbarkeit bei Verletzung der Datensicherheit im Vergleich Schweiz / DS GVO

«neue» Phänomene

  1. «Doxing» ein Phänomen, dass strafrechtlich fassbar ist?
  2. Identitätsmissbrauch, Lücke im Strafrecht? 

Medizinrecht und Daten

  1. Unter welchen Voraussetzungen darf man mit Daten von (zwischenzeitlich) Verstorbenen Forschung betreiben.

Eine besondere Freude ist es, dass an einem der Seminartage ein Austausch mit deutschen Studierenden und Doktorierenden möglich sein wird. Unter der Leitung von Prof. Andreas Popp, Universität Konstanz, wird uns einen Gruppe Konstanzer Studierender für eine angeregte und rechtsvergleichende Diskussion besuchen.

Voraussichtlicher Zeitpunkt der Durchführung 28./29./30 Oktober 2020 in Zürich (Insgesamt voraussichtlich 2 1/2 Tage). Bitte halten Sie bis auf weiteres als Ersatztermin aber auch den 4./5./6. November 2020 frei.

Teilnahmebedingungen: Das Seminar richtet sich an Bachelor- und Masterstudierende der Rechtswissenschaften. Die Teilnehmerzahl ist auf 9 Personen beschränkt.

Anmeldung:
Anmeldungen richten Sie bitte ab 5. März 2020 (09:00 Uhr) unter Angabe von Name, Vorname, E-Mail, Matrikelnummer; Studienrichtung und Anzahl Semester an: julian.mausbach@rwi.uzh.ch

Vorab eingehende Anmeldungen finden KEINE Berücksichtigung.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl werden die Seminarplätze grundsätzlich nach Eingang der Anmeldungen vergeben, wobei zusätzlich auf eine gute Durchmischung der Studierenden nach Studiendauer geachtet wird.
Von mir per E-Mail bestätigte Anmeldungen sind verbindlich.

OBLIGATORISCHE Vorbesprechung:

Die Vorbesprechung findet am Donnerstag den 12. März 2020 um 12:15 Uhr statt.
Die Teilnahme ist für die berücksichtigten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwingend.
Der Raum wird den berücksichtigten Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach Eingang der schriftlichen Anmeldung mitgeteilt.

Die Themenvergabe (sofern eine Absprache unter den Teilnehmenden nicht gelingt, entscheidet das Los) und die genaueren Angaben zu den Seminarleistungen sowie zum Ablauf des Seminars erfolgen im Rahmen der Vorbesprechung.

Persönliches Erscheinen und Mitnahme der Legi sind deshalb unerlässlich (Vertretungen und Ausnahmen sind nicht möglich).

Seminarleistung: Es wird erwartet, dass Sie eine schriftliche Arbeit im Umfang von 6 ECTS-Punkten verfassen.

Im Rahmen des Seminars können Masterarbeiten im Umfang von 6 ECTS-Punkten verfasst werden. Die Teilnahme am Seminar ist auch für Masterstudierende zwingende Voraussetzung.

Die Abgabe der Seminararbeiten hat bis 30. September 2020 zu erfolgen. neben einem Exemplar in Papierform ist elektronisch einzureichen. Die elektronische Einreichung ist zur Fristwahrung ausreichend.

Von den Teilnehmenden wird eine aktive Beteiligung erwartet.

Zudem sind die Studierenden verpflichtet über das von Ihnen bearbeitete Thema einen Vortrag zu halten, wobei es folgende Punkte zu beachten gilt:
a. Präsentation (max. 15 Minuten)
b. Powerpoint-Präsentation (max. 10 Folien)
c. Abstract der Seminararbeit / Masterarbeit (Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse / zentralen Fragen der Arbeit, Auflistung der zwei wichtigsten Literaturhinweise auf max. 1/2 A4-Seite)
Die Präsentation und das Abstract sind bis spätestens 16. Oktober 2020 in elektronischer Form einzureichen.
Die Präsentation und die Teilnahme sind ebenfalls Bestandteile des Leistungsnachweises und werden in der Abschlussbewertung
berücksichtigt.