AUSGEBUCHT! Seminar Strafrechtliche Aspekte im Gesundheitswesen HS 2019

Strafrechtliche Aspekte im Gesundheitswesen

Medizinisches Personal, insbesondere Ärztinnen und Ärzte sowie Pfleginnen und Pfleger, werden im Rahmen ihrer Berufsausübung immer häufiger mit Strafanzeigen konfrontiert. Zu den am häufigsten auftretenden Straftatbeständen in diesem Bereich gehören Körperverletzungs-, Sexual- und Tötungsdelikte, aber auch strafrechtliche Vorwürfe wegen Verletzung von Berufsgeheimnissen und die Unterlassung der Nothilfe.

Schon bei einem Verdacht einer nicht fachgerecht durchgeführten ärztlichen oder pflegerischen Behandlung, kann es zur Eröffnung einer Untersuchung kommen. Neben diesem „klassischen“ Feld gibt es aber noch weitere Bereiche im Gesundheitswesen, die strafrechtliche Relevanz aufweisen. Es sind dies etwa die Bereiche in dem sich Wirtschaftsstrafrecht und Gesundheitswesen überschneiden oder jener, in welchem  Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den Beteiligten bestehen.

Diesen Bereichen ist das Seminar gewidmet.

Daraus ergibt sich folgende Themenliste für das Seminar:

Thema 1:
Das Abhängigkeitsverhältnis im Sinne des StGB und seine Ausstrahlung auf das Gesundheitswesen.

Thema 2:
Freiheitsberaubung in und Entführung aus Pflegeheimen (hier insb. BGZh Entscheid 2016)

Thema 3:
Bergen elektronischen Daten im Gesundheitswesen ein strafrechtliches Risiko
(etwa Herausforderung Outsourcing, EPDG oder Forschung und Austausch von Daten)

Thema 4:
Geheimnis- und Privatsphäre in Institutionen des Gesundheitswesens

Thema 5:
Fälschen im Gesundheitswesen /Urkunden- und Arzneimittelfälschung

Thema 6:
Art. 33 HMG Revision des Heilmittelrechts

Thema7:

Private Bestechen (Art. 322octies StGB) oder sich als Privater bestechen  lassen ( Art. 322novies StGB) und unlauterer Wettbewerb – Relevanz im Gesundheitswesen

Thema 8:
Erscheinungsformen des Betrugs in der Pflege
(insb. Pflegebetrug und Sozialversicherungsbetrug, insbesondere durch Unterlassen)

 

Eine besondere Freude ist es, dass an einem der Seminartage ein Austausch mit deutschen Studierenden und Doktorierenden möglich sein wird. Unter der Leitung von Prof. Andreas Popp, Universität Konstanz, wird uns einen Gruppe Konstanzer Studierender für eine angeregte und rechtsvergleichende Diskussion besuchen.

Voraussichtlicher Zeitpunkt der Durchführung 6./7./8. November 2019 in Zürich (Insgesamt voraussichtlich 2 1/2 Tage)

Teilnahmebedingungen: Das Seminar richtet sich an Bachelor- und Masterstudierende der Rechtswissenschaften. Die Teilnehmerzahl ist auf 8 Personen beschränkt.

Anmeldung:
Anmeldungen richten Sie bitte ab 7. März 2018 (09:00 Uhr) unter Angabe von Name, Vorname, E-Mail, Matrikelnummer; Studienrichtung und Anzahl Semester an: julian.mausbach@rwi.uzh.ch

Vorab eingehende Anmeldungen finden KEINE Berücksichtigung.

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl werden die Seminarplätze grundsätzlich nach Eingang der Anmeldungen vergeben, wobei zusätzlich auf eine gute Durchmischung der Studierenden nach Studiendauer geachtet wird.
Von mir per E-Mail bestätigte Anmeldungen sind verbindlich.

OBLIGATORISCHE Vorbesprechung:

Die Vorbesprechung findet am Dienstag den 19. März 2019 um 12:15 Uhr statt.
Die Teilnahme ist für die berücksichtigten Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwingend.
Der Raum wird den berücksichtigten Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach Eingang der schriftlichen Anmeldung mitgeteilt.

Die Themenvergabe (sofern eine Absprache unter den Teilnehmenden nicht gelingt, entscheidet das Los) und die genaueren Angaben zu den Seminarleistungen sowie zum Ablauf des Seminars erfolgen im Rahmen der Vorbesprechung.

Persönliches Erscheinen und Mitnahme der Legi sind deshalb unerlässlich (Vertretungen und Ausnahmen sind nicht möglich).

Seminarleistung: Es wird erwartet, dass Sie eine schriftliche Arbeit im Umfang von 6 ECTS-Punkten verfassen.

Im Rahmen des Seminars können Masterarbeiten im Umfang von 6 ECTS-Punkten verfasst werden. Die Teilnahme am Seminar ist auch für Masterstudierende zwingende Voraussetzung.

Von den Teilnehmenden wird eine aktive Beteiligung erwartet.

Zudem sind die Studierenden verpflichtet über ihr bearbeitetes Thema einen Vortrag zu halten, wobei es folgende Punkte zu beachten gilt:
a. Präsentation (max. 15 Minuten)
b. Powerpoint-Präsentation (max. 12 Folien)
c. Abstract der Seminararbeit / Masterarbeit (Kurze Zusammenfassung der Ergebnisse / zentralen Fragen der Arbeit, Auflistung der zwei wichtigsten Literaturhinweise auf max. einer A4-Seite)
Die Präsentation und das Abstract sind bis spätestens 30. Oktober 2019 in elektronischer Form einzureichen.
Die Präsentation und die Teilnahme sind ebenfalls Bestandteile des Leistungsnachweises und werden in der Abschlussbewertung
berücksichtigt.