Lehrveranstaltungen
Frühlingssemester 2026
| V-Nr | Lehrveranstaltung | Beginn / Ende | Termin | Dozierende | Raum |
|---|---|---|---|---|---|
| 3528 |
06VL240o005a
|
von 23.02.2026
bis 18.05.2026
|
Mo 16:15-20:00, alle 2-3 Wochen, ab 23.2., 18.5.: 16:15-19:45 | Dirk Baier | |
| 3386 |
02SM90MA-2
|
von 20.02.2026
bis 29.05.2026
|
nach Ankündigung | Dirk Baier | |
| 2882 |
02SM120BA-2
|
von 20.02.2026
bis 29.05.2026
|
nach Ankündigung | Dirk Baier |
Punitivität
Theoretische Diskurse und empirische Befunde zum Strafen
Frühlingssemester 2026, Prof. Dr. Dirk Baier
Punitivität ist ein multidimensionales Konzept. Von Punitivität wird bspw. mit Blick auf die Gefangenenraten eines Landes ebenso gesprochen wie mit Blick auf mediale Strafdiskurse oder die individuelle Befürwortung harter Strafen. Im Seminar wird es dabei zunächst darum gehen, verschiedene theoretische Perspektiven auf das Thema Punitivität und Strafen kennen zu lernen. Hierzu gehören u.a. die Ansätze von Foucault, Garland oder Singelnstein/Stolle. Danach wird betrachtet, wie man sich empirisch den Strafvorstellungen in einer Gesellschaft bzw. der Bevölkerung widmen kann. Darauf aufbauend erfolgt ein internationaler Vergleich des Punivititätsniveaus verschiedener Gesellschaften. In einem weiteren Schritt wird sich den Einflussfaktoren punitiver Haltungen gewidmet. Im letzten Teil wird sich mit der zukünftigen Entwicklung von Punitivität in westlichen Gesellschaften beschäftigt und die Frage erörtert, welche Alternativen zu harten Strafen existieren bzw. wie sich Tendenzen zunehmender Punitivität beeinflussen lassen.
Literatur zum Seminar wird im Seminar bekannt gegeben.
Ausgewählte Themen des Seminars können in einer Bachelor- oder Masterarbeit vertieft werden. Bei Interesse hierzu bitte möglichst frühzeitig mit Prof. Dr. Dirk Baier per E-Mail in Kontakt treten, um Themenvorschläge zu besprechen.
Bachelorarbeiten haben bei 6 ECTS einen Umfang von ca. 25 Seiten, Masterarbeiten bei 12 ECTS einen Umfang von ca. 50 Seiten.