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Proseminar Antike Rechtsgeschichte: Recht und Realität: Kindervermögen nach der Einbürgerung von 212 n. Chr.

Marie-Lan Nguyen, CC BY-SA 2.5 <https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/deed.en>, via Wikimedia Commons (bearbeitet)

(V-Nr. 0342)

Titel
Proseminar Antike Rechtsgeschichte: Recht und Realität: Kindervermögen nach der Einbürgerung von 212 n. Chr.
Dozierende Prof. Dr. iur. José Luis Alonso
Beschreibung

Einbürgerung bedeutet, sich einem Rechtssystem zu unterstellen – unabhängig vom Wohnsitz in den Bereichen, die zum persönlichen Statut gehören. Dieses umfasste typischerweise, in der Antike wie heute, das Personen-, Familien- und Erbrecht. Im römischen Recht hiess das unter anderem: Unterstellung aller, die von einem römischen Vater abstammten, unter seine väterliche Gewalt und keine rechtliche Fähigkeit, irgendetwas für sich zu erwerben; alles, was sie erwarben, fiel dem Vater zu. 

Im Jahr 212 n. Chr. veränderte ein einziger kaiserlicher Erlass die Landkarte des römischen Bürgerrechts: Nach Jahrhunderten der Ausgrenzung wurden Millionen bislang als Nicht-Römer im Reich lebender Menschen zu römischen Bürgern. Mit der neuen Bürgerschaft traten sie in ein Rechtssystem ein, das ihnen bislang weitgehend fremd gewesen war – samt der für sie wohl höchst befremdlichen Regel, dass niemand mit lebendem Vater Eigentum für sich erwerben konnte. An diesem Beispiel werden die Teilnehmenden lernen, eine juristisch-historische Fragestellung methodisch korrekt, wissenschaftlich fundiert und kritisch zu bearbeiten – Fähigkeiten, die für Qualifikationsarbeiten wie die Bachelorarbeit unerlässlich sind. 

Lernziele

Die Studierenden können

  • rechtsgeschichtliche Methoden anwenden,
  • erworbenes Wissen zum wissenschaftlichen, quellenbasierten Arbeiten vertiefen, Quellen analysieren und untereinander vergleichen,
  • eine wissenschaftliche Arbeit unter Einhaltung der massgebenden formalen Vorgaben verfassen, die sowohl inhaltlich als auch argumentativ schlüssig ist.
Leistungsnachweis
  • Aktive Teilnahme

  • Lektüre gemäss Plan

  • Kurzvortrag mit anschliessender Diskussion

  • Eine Proseminararbeit von 8 bis 10 Seiten entsprechend 20.000–25.000 Zeichen (die Literaturliste ist hierbei nicht mitgerechnet). Hinweise zu Zitierweise und dem Verfassen von Arbeit generell finden Sie zur gegebenen Zeit hier.

Termin Dienstag, 16:15–18:00 Uhr (unregelmässig)
Raum PLD-E-04
Material Materialien werden via OLAT-Kurs geteilt
Modul Siehe
 
Veranstaltungsplan (provisorisch):
Datum
Thema

23.09.2025

Einführungssitzung
02.12.2025
Themenpräsentationen

09.12.2025

Themenpräsentationen

16.12.2025

Themenpräsentationen