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Seminar FS 26

Seminar: Organised Criminal Groups: Members, Models, and Myths

English below

Dozierende 

Prof. Dr. Gian Ege, Universität Zürich

Prof. Dr. Bettina Weisser, Universität Köln

Prof. Dr. Serena Forlati, Universität Ferrara

Prof. Dr. Andreas Schloenhardt, University of Queensland und Universität Wien

Prof. Dr. Susanne Reindl-Krauskopf, Universität Wien

Dr. Monika Stempkowski, Universität Wien

Ansprechperson

MLaw Niklaus Sempach, niklaus.sempach@ius.uzh.ch

Geeignet für

Masterstudierende 

Daten- und Durchführungsort 

2. - 5. Februar 2026, Universität zu Köln, Köln, Deutschland

Die Seminarreihe "Transnational Organised Crime"

Der Lehrstuhl Schwarzenegger und Prof. Dr. Gian Ege führen seit mehreren Jahren in Zusammenarbeit mit den Universitäten Wien und Queensland die Seminarreihe «Transnational Organised Crime» durch. Dieses Jahr werden zum vierten Mal die Universität Ferrara und Köln dabei sein. Studierende (vorwiegend Masterstudierende) der fünf Universitäten setzen sich mit einem aktuellen Thema aus dem Bereich der transnational organisierten Kriminalität auseinander. Dabei gewinnen sie nicht nur neue Erkenntnisse, sondern knüpfen auch Beziehungen über Landes- und Universitätsgrenzen hinweg.

Die Seminararbeiten sollen, wie bereits in den Vorjahren, veröffentlicht werden, sofern die Kriterien für die Publikationsfähigkeit erreicht werden. Das Seminar bietet den Studierenden daher eine ausgezeichnete Möglichkeit, unter Anleitung erste wissenschaftliche Publikationserfahrungen zu machen. Um die dafür erforderlichen Soft-Skills zu erlernen, nehmen die Studierenden an verschiedenen Trainings (die Daten werden den definitiven Teilnehmern mitgeteilt) teil:

  • Recherche-Training: Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung in die wissenschaftliche Recherche.
  • Präsentationstraining: Die Teilnehmenden werden im Aufbau von wissenschaftlichen Vorträgen sowie in unterschiedlichen Präsentationstechniken geschult.
  • Schreibtraining: Die Teilnehmenden werden im wissenschaftlichen Schreiben unterwiesen, insb. mit Hinblick auf die Publikationsfähigkeit ihrer Arbeiten.

Am Seminar in Köln präsentieren die Studierenden ihr Thema und erhalten Feedback von den Dozenten und Mitstudierenden, das dann in die Ausarbeitung der schriftlichen Arbeit im FS 26 aufgenommen werden kann. Das Seminar ist für die Studierenden mit einem gewissen Mehraufwand verbunden, bietet aber einmalige Möglichkeiten, da die Studierenden Fähigkeiten im Zusammenhang mit rechtswissenschaftlichen Arbeiten erlernen.

Abgabefrist für die Seminararbeiten ist der 5. Mai 2026.

Das Thema 

Das diesjährige Seminar aus der Reihe «Transnational Organised Crime» befasst sich mit Organisierten Kriminellen Gruppierungen, ihren Mitgliedern, Typen und die sie umgebenden Mythen.

Das Transnational Organised Crime Programm 2025–2026 beleuchtet die Struktur und Organisation organisierter krimineller Gruppen im Allgemeinen. Dazu gehören ihr Hintergrund, die Entwicklung und die Geschichte ausgewählter Gruppen, ihre Anführer und andere Mitglieder, die Hierarchien, Netzwerke und Verbindungen sowie die vielen Mythen, die organisierte kriminelle Gruppen umgeben. Nicht Schwerpunkt des Seminars sind die Aktivitäten organisierter krimineller Gruppen, insbesondere die von ihnen begangenen Straftaten und die Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden zur Verhinderung und Bekämpfung der organisierten Kriminalität.

Die Themen 

Die genaue Themenliste wird den Teilnehmenden bekanntgegeben. Arbeiten können aus den folgenden Themenbereichen gewählt werden: 

  • Konzepte und Definitionen: Der erste Themenbereich untersucht und erklärt grundlegende Begriffe und Konzepte im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität/organisierten kriminellen Gruppen (auch: kriminelle Organisationen) in der Kriminologie, im Völkerrecht und im nationalen Strafrecht. Der Schwerpunkt liegt hier auf verschiedenen Ansätzen zur Konzeptualisierung und Definition der organisierten Kriminalität sowie auf den jeweiligen definierenden Elementen in internationalen und nationalen Gesetzen, ihrer Auslegung und Anwendung.
  • Ursprung: Die folgenden Themen befassen sich mit ausgewählten Quellen von geschmuggelten Kulturgütern und Antiquitäten, den relevanten historischen und politischen Kontexten, den Arten von Objekten, die entwendet werden, den involvierten kriminellen Elementen, der Systematik von Delikten und Handel, den erzielten Gewinnen sowie der Nachfrage. Im Allgemeinen liegt der Schwerpunkt hier mehr auf der Kriminologie, doch falls «Zeit und Raum» es erlauben, können auch relevante rechtliche Rahmenbedingungen (oder das Fehlen solcher) im Herkunftsland untersucht werden.
  • Typen von organiserten kriminellen Gruppierungen: Diese Themen konzentrieren sich auf ein bestimmtes Modell (oder eine bestimmte Theorie) organisierter krimineller Gruppen und die zugrunde liegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse und Beweise sowie auf Schwächen und Gegenargumente. Der Schwerpunkt sollte hauptsächlich auf dem Modell liegen, weniger auf bestimmten organisierten kriminellen Gruppen. Darüber hinaus untersuchen sie Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Verwirrung und Mythen über organisierte kriminelle Gruppen und andere Gruppen und Vereinigungen, die kriminelle Aktivitäten ausüben. Bei all diesen Themen liegt der Schwerpunkt auf Kriminologie und Konzepten; sie befassen sich nicht mit Gesetzen und anderen Gegenmaßnahmen und konzentrieren sich im Allgemeinen nicht auf bestimmte Gerichtsbarkeiten oder Länder.
  • Kriminalisierung von Organisierter Kriminalität: Diese Themen befassen sich kritisch mit Straftaten nach internationalem und nationalem Recht, die die Beteiligung (und Ähnliches) an organisierten kriminellen Vereinigungen unter Strafe stellen. Sie konzentrieren sich auf die materiellrechtlichen Strafvorschriften, ihre Ziele, ihre Entwicklung, ihre Gestaltung, ihren Inhalt, ihre Auslegung und ihre Anwendung, wobei auch wissenschaftliche und andere Quellen herangezogen werden, die ihre Stärken, Erfolge, Lücken und Schwächen hervorheben.
  • Bekannte Mitglieder organisierter krimineller Vereinigungen: Der Fokus liegt hierbei auf einzelnen berüchtigten Mitgliedern organisierter krimineller Vereinigungen. Jedes Thema untersucht kritisch den Hintergrund, die Straftaten und das kriminelle Netzwerk der jeweiligen Person, etwaige Anklagen gegen sie, ihre Strafverfolgung und ihren Prozess und befasst sich darüber hinaus mit Mythen und Darstellungen dieser Personen in der Literatur und Populärkultur. Diese Themen sind größtenteils kriminologischer, soziologischer und historischer (vielleicht auch psychologischer) Natur; sie befassen sich nur am Rande mit rechtlichen Fragen.
  • Informanten und verdeckte Ermittler: Zu den größten Herausforderungen bei der Ermittlung, Strafverfolgung und Zerschlagung organisierter krimineller Vereinigungen zählen die mangelnde Bereitschaft der Mitglieder, mit den Strafverfolgungsbehörden zu kooperieren und gegen die Vereinigung auszusagen, sowie die Schwierigkeiten der Strafverfolgungsbehörden, in diese Vereinigungen einzudringen und Informationen über ihre Struktur und ihre Aktivitäten zu erhalten. Aus diesem Grund sind der Einsatz von verdeckten Ermittlern und Informanten zwei – wenn auch umstrittene – Instrumente, um Informationen aus dem Inneren der Vereinigung zu erhalten. Die folgenden Themen befassen sich mit dem allgemeinen Hintergrund, der Begründung und den Herausforderungen dieser Techniken sowie ihrem rechtlichen Rahmen nach innerstaatlichem Recht.
  • Verfahren gegen organisierte kriminelle Gruppierungen: Die folgenden Themen dokumentieren und analysieren kritisch Gerichtsverfahren, in denen Mitglieder (mutmaßlicher) organisierter krimineller Vereinigungen vor Gericht gestellt wurden. Die Themen dokumentieren den Hintergrund, die Fakten und Anklagepunkte, den Verlauf und die Folgen des Verfahrens, einschließlich der politischen Auswirkungen und Kontroversen.

Vorbesprechung/Themenvergabe

Sobald die provisorischen Teilnehmenden feststehen, werden wir uns bei euch mit einer Doodle-Umfrage melden. Bei der Vorbesprechung werden die Themen vergeben und die Termine für das weitere Vorgehen bekannt gegeben.

Bewertung

Die Präsentation macht 40% der Gesamtnote aus, die schriftliche Arbeit 60%.

Sprache

Die Seminararbeiten können wahlweise in Deutsch, Englisch oder Französisch verfasst werden. Die mündliche Präsentation muss zwingend in Englisch gehalten werden.

Anmeldung 

Die Anmeldung erfolgt über das fakultätseigene Anmeldetool.

Für Fragen wenden Sie sich bitte an MLaw Niklaus Sempach (niklaus.sempach@ius.uzh.ch).

 

Seminar: Organised Criminal Groups: Members, Models, and Myths

Lecturers

Professor Dr Gian Ege, University of Zurich

Professor Dr Bettina Weisser, University of Cologne

Professor Dr Serena Forlati, University of Ferrara

Professor Dr Andreas Schloenhardt, University of Queensland and University of Vienna

Prof. Dr. Susanne Reindl-Krauskopf, University of Vienna

Dr. Monika Stempkowski, University of Vienna

 

Contact

MLaw Niklaus Sempach (niklaus.sempach@ius.uzh.ch)

Suitable for 

Master students

Dates and Places

2 February - 5 February 2026, University of Cologne, Cologne, Germany

The Seminar Series "Transnational Organised Crime"

The Chair of Professor Christian Schwarzenegger and Professor Gian Ege have been conducting the seminar series "Transnational Organised Crime" in cooperation with the Universities of Vienna and Queensland for several years. This year, for the second time, the University of Ferrara and Cologne will participate. Each year, mainly master students from each university address a current topic from the field of transnational organised crime and publish their findings. In doing so, they do not only gain new insights, but also form relations across universities and nations.

As in previous years, the seminar papers are to be published if they reach the required quality. The seminar, therefore, offers the students an excellent opportunity to publish their first own scientific papers under guidance. In order to acquire the necessary soft skills, the students take part in different trainings (the participants will be told the dates in due time):

  • Research training: The students receive an introduction to scientific research.
  • Presentation training: The students will receive training in structuring scientific presentations and in various presentation-techniques.
  • Academic writing training: The students will be schooled in scientific writing also concerning the publishability of their papers.

At the seminar in Cologne, students present their topics and receive feedback from instructors and fellow students which they can include in their papers. The seminar involves extra work for students but offers unique opportunities as students learn skills related to legal and academic work.

The deadline for submitting the seminar papers is 5 May 2025.

This Year's Topic

This year's Transnational Organised Crime series seminar will focus on organised Organized Criminal Groups, Members, Models, and Myths.

The 2025–2026 Transnational Organise Crime programme broadly explores the structure and organisation or organised criminal groups. This involves the background, evolution, and history of selected groups, their leaders and other members, their hierarchies, networks, and associations, and the many myths that surround organised criminal group. This focus does not include the operations of organised criminal groups, specifically the crime types they engage in and law enforcement measures to prevent and suppress organised crime.

Topics 

The list of topics will be provided for those who will be enrolled in the seminar. Participants will be able to choose from topics from the following subject areas:

  • Concepts and definitions: The first set of topics explore and explain basic terms and concepts of organised
    crime/organised criminal groups (also: criminal organisations) in criminology, international law, and national criminal laws. The focus here is on different approaches to conceptualise and define organised crime and on the defining elements in international and laws, their interpretation and application.
  • Models and types of organised criminal groups: Some of the topics focus on one particular model (or theory) of organised criminal groups and the supporting scholarship and evidence, as well as weaknesses and counterarguments. The focus should be mostly on the model, less on specific organised criminal groups. Other topics explore differences, commonalities, confusion, and myths about organised criminal groups and other groups and associations engage in criminal activities. With all of these topics, the focus is on criminology and concepts; they do not examine laws and other countermeasures and generally do not focus on specific jurisdictions or countries.
  • Criminalising organised criminal groups: The following topics critically explore offences under international and national laws that criminalise participation (and the like) in organised criminal groups. These topics focus on the substantive criminal law provisions, their objectives, evolution, design, content, interpretation, and application, also using scholarly and other sources highlighting their strengths, achievements, gaps, and weaknesses.
  • Notorious members of organised criminal groups: The following topics focus on individual notorious members of organised criminal groups. Each topic critically explores the background, offending, and criminal network of the individual, any charges against, prosecution and trial of them, and further looks myths and portrayals of these individuals in the literature and popular culture. These topics are, for the most part, criminological, sociological, and historical (perhaps psychological); they only marginally deal with legal matters.
  • Informants and undercover agents: Among the main challenges in investigating, prosecuting, and ultimately dismantling organised criminal groups is the unwillingness of member to cooperate with law enforcement and testify against the group and difficulties of law enforcement to penetrate these groups and receive information about their structure and operations. For this reason, the use of undercover agents and informants are two, albeit controversial, tools to obtain information from within the group. The following topics explore the general background, rationale, and challenges of these techniques and their legal framework under domestic law.
  • Organised criminal groups on trial: The following topics document and critically analyse judicial proceedings in which member of (alleged) organised criminal groups were put on trial. The topic document the background,
    facts, and charges, the proceedings and aftermath of the case, including the political implications and controversies.

Preliminary discussion/topic allocation

As soon as the provisional participants have been determined, we will contact you with a Doodle poll. At the preliminary meeting, the topics will be assigned and the dates for the further procedure will be announced.

Grading 

The presentation accounts for 40%, the written paper for 60% of the final grade.

Language

The participants can write their papers either in German, English or French. However, the presentation must be held in English.

Application 

Students have to apply for this course via the faculty's booking tool.

For questions, please contact MLaw Niklaus Sempach (niklaus.sempach@ius.uzh.ch).