Prof. Dr. iur. Matthias Mahlmann

Lehrstuhl für Philosophie und Theorie des Rechts, Rechtssoziologie und Internationales Öffentliches Recht Universität Zürich

Universitätsstrasse 84, CH-8006 Zürich

Büro UNK G 10 (Prof. Mahlmann)
Büros UNK G 7-9 (Assistenz) 
Bitte beachten Sie, dass wir aufgrund der aktuellen Situation die Präsenz am Lehrstuhl stark reduziert haben. Wir möchten Sie folglich bitten, sich nicht telefonisch, sondern per E-Mail bei uns zu melden. Besten Dank für Ihr Verständnis.

Einzelsprechstunde:  Termin buchen via OLAT
Telefon Assistenz: +41 (0)44 634 15 69/84/86
Telefax: +41 (0)44 634 43 91
E-Mail (Sekretariat): lst.mahlmann@rwi.uzh.ch

Telefonisch erreichen Sie uns während des Semesters Mo-Fr, 10-12 Uhr

Hinweise zu aktuellen Lehrveranstaltungen

Frühjahrssemester 2021

Seminar bei Dr. Anne Kühler (Oberassistentin Grundlagen) 

Migrationsrecht: Aktuelle Perspektiven und Grundlagen

Das Seminar wird gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. Bernd Ladwig, Professor für politische Theorie und Philosophie (Freie Universität Berlin), durchgeführt.

Seminare HS 20

Recht und Literatur, mit Lukas Bärfuss

Foto Lukas Bärfuss

Recht ist ein wesentliches Element der menschlichen Kultur. Um Recht wird gekämpft, auf Recht wird gehofft, Recht ist häufig der Diener von illegitimer politischer Macht und fordert diese Macht immer wieder im Namen von Freiheit und Gerechtigkeit heraus.

Es überrascht deshalb nicht, dass Recht ein wichtiger Gegenstand der Literatur ist – grosse Werke der Weltliteratur von Antigone bis Kafkas Prozess handeln vom Recht. Die Reflexionen über Recht in der Literatur liefern einige der grundlegendsten Fragen und Einsichten des Nachdenkens über Recht. Literatur ist aber auch für das Recht wichtig, wenn in ihr nicht vom Recht die Rede ist: Die Literatur ist einer jener Orte, an denen die kulturellen und ethischen Grundlagen von Recht immer wieder neu gelegt werden. Offensichtlich ist das für Gerechtigkeits- und Ungerechtigkeitsideen, für Menschenrechte, Freiheit und Würde, aber auch für sperrigere Begriffe wie dem des Rechtsstaats oder für die politische Idee der Demokratie. Umgekehrt kann aber auch die Literatur aus dem Recht Orientierung gewinnen. Das Gute und Gerechte sind keine ästhetischen Kategorien, ohne Orientierung an Gerechtigkeit und Würde verliert aber auch die Literatur den Boden auf dem sie steht.

Wir leben in einer Zeit grundlegender Herausforderungen an die politische Ordnung des demokratischen Verfassungsstaates. Eine Vergewisserung der kulturellen und ethischen Grundlagen von Recht ist deshalb von grosser Bedeutung: Sich auf einen Rechtsstaat, einen Verfassungsstaat, auf Demokratie und Menschenrechte in Form positiven Rechts einzulassen, ist selbst schon eine ethische Position, nicht zuletzt, weil die Form des Rechts den Zweck hat, Gerechtigkeit, Autonomie und Menschenrechte für alle zu garantieren.

Das Seminar wird sich deshalb Texten zuwenden, in denen das Recht Gegenstand ist und solchen, in denen es um Grundideen einer Rechtszivilisation geht. Es wird zusammen mit Lukas Bärfuss, Träger des Büchner Preises 2019, des wichtigsten Preises der deutschsprachigen Literatur, unterrichtet (www.lukasbaerfuss.ch).

Verbrechen, Grundrechte und die Grundlagen des Rechts – neue Perspektiven aus Psychologie, Behavioural Economics und Neurowissenschaften?, mit Prof. Stephen Morse

Foto Stephen Morse

 

Das Seminar wird der Frage nachgehen, ob Psychologie, Behavioural Economics und Neurowissenschaften der Gegenwart neue Perspektive auf Grundlagenfragen verschiedener Rechtsgebiete, insbesondere des Strafrechts und der Grundrechte werfen. Das Verhältnis von Strafrecht und Psychologie bildet dabei ein klassisches Thema der grundsätzlichen Auseinandersetzung mit Strafrecht und seinen Wurzeln. In den letzten Jahren ist eine lebhafte Diskussion entstanden, ob die modernen Neurowissenschaften eine Neukonzipierung der Grundlagen von Strafrecht nötig machen. In jüngster Zeit sind auch Grund- und Menschenrechte aus dieser Perspektive einflussreich beleuchtet worden. Die Ansätze von Behavioural Economics and Law enthalten substantielle Thesen zu psychologischen Grundlagen von Normen und Recht.

Das Seminar will vor diesem Hintergrund das Verhältnis von Recht, Grundrechten, Psychologie, Behavioral Economics und Neurowissenschaften kritisch durchdenken. Dazu werden Grundlagefragen des Strafrechts, öffentlichen Rechts und Privatrechts aufgegriffen, um zu klären, ob überhaupt und, wenn ja, in welcher Weise die Erkenntnisse der modernen psychologischen, verhaltensökonomischen und neurowissenschaftlichen Forschung die Neujustierung von Grundprinzipien des Rechts nötig machen.

Das Seminar wird zusammen mit Prof. Stephen J. Morse (University of Pennsylvania Law School) unterrichtet. Er ist einer der weltweit führenden Wissenschaftler im Bereich von Recht, Psychologie und Neurowissenschaften.

Weitere Informationen

Aktuelle Beiträge

«Es wird nicht bestraft, was man denkt, sondern was man tut»

Interview zur Anti-Rassismus-Strafnorm mit Prof. Mahlmann im  Beobachter vom 30.01.2020

Selbstbestimmung im deutschen Grundgesetz

Gastkommentar von Prof. Mahlmann in der Neuen Zürcher Zeitung vom 12.09.2018

Demokratie ohne Rechtsstaat?

Blogbeitrag von Prof. Mahlmann vom 06.09.2018  im Online-Magazin  Geschichte der Gegenwart

 

Podcasts

Tagung "Remaking the UK Constitution: Politics and Process", 22./23.02.2019

Vortrag und Panelbeitrag von Prof. Matthias Mahlmann (session 4: The flexibility of a new constitution) an der "Conference on Remaking the UK Constitution: Politics and Process", organisiert vom Bonavero Institute of Human Rights (University of Oxford), 22./23.02.2019.

Flyer Konferenz

Hedi Fritz-Niggli Visiting Professor

Prof. Martha C. Nussbaum (University of Chicago) war im Dezember 2018 Hedi Fritz-Niggli Visiting Professor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich.

Prof. Martha C. Nussbaum, 19.12.2018: "Anger, Powerlessness, and the Politics of Blame"

SVRSP Rousseau Lectures 2017

Die SVRSP Rousseau Lectures fanden vom 15.-17. November 2017 in Zürich statt. Prof. John Mikhail referierte zum Thema "The Sense of Justice, Private Interest, and Public Duty in the Age of Trump".

Podcast I - 15.11.2017

Podcast II - 16.11.2017

Bildergalerie

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Tagesgespräch "Flüchtlingskrise und Menschenwürde"

Am 11.11.2015 strahlte Radio SRF 1 ein Interview mit Prof. Dr. iur. Matthias Mahlmann über die Flüchtlingskrise und Menschenwürde aus. Das Tagesgespräch ist über den folgenden Link zugänglich:

Webseite Radio SRF 1

Podcasts von Gastvorträgen

Prof. Martha C. Nussbaum, 19.12.2018: "Anger, Powerlessness, and the Politics of Blame"